Mein Jahr 2017

January 7, 2018

 

Angefangen hatte das Jahr 2017 ziemlich turbulent und chaotisch.

Beruflich war ich nicht so glücklich. Ich war mir sicher dass sich einiges ändern müsste.

Aus diesem Grund setzte ich mich hin und machte mir Gedanken ob ich es wagen sollte, mein eigenes Kosmetikstudio zu eröffnen.

Nach intensiven Gesprächen mit der Familie und Kalkulationen, setzte ich mich an meinen Businessplan.

In Gedanken war ich ziemlich schnell bei meinem eigenem Studio und wie schön es wohl  werden würde.

 

Trotz eines guten Businessplans und innovativen Ideen, bekam ich keine Förderung von der Bank.

Da man mir vorher etwas anderes "versprochen hatte", stand ich nun da und wusste nicht wie ich das Ganze finanzieren sollte und sah meinen Traum schwinden.

Ich dachte, dass es nicht wahr sein kann und ärgerte mich über die gesamte Situation.

Es gab also nur zwei Möglichkeiten! Entweder den Kopf in den Sand stecken, meinem Traum auf Wiedersehen sagen und aufgeben, oder es einfach irgendwie hinkriegen und schauen, dass ich das Geld schnell erarbeite und wieder einnehme um die Rechnungen zahlen zu können.

Also entschloss ich mich für das Zweite und jammerte nicht lange rum, denn das änderte am Ende ja doch nichts.

Ich hatte einige schlaflose Nächte in denen ich mich fragte ob das Alles eine gute Idee gewesen ist, oder ob ich eventuell doch einen Fehler gemacht habe, indem ich das Ganze ohne einen Kredit auf mich genommen habe.

Zum Glück konnte ich mich auf meine Freunde und Familie verlassen, dir mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen.

Jetzt sind einige Monate vergangen und ich kann sagen, ich bereue nichts und es war absolut die richtige Entscheidung.

Natürlich ist es einfacher Angestellt zu sein und jeden Monat sein Geld auf dem Konto zu wissen.

Aber ... ich arbeite für mich, für meine Existenz und meinen Traum und alles was ich schaffe und mir erarbeite, mache ich für mich.

 

 

Kurz vor der Eröffnung meines Ladens fielen mir meine Haare aus.

Einige Wochen versuchte ich dies mit Tape-Extensions und Clip-ins zu kaschieren, bis es nicht mehr ging.

Ich hatte gehofft, dass sich meine Haare wieder beruhigen und aufhören würden aus zufallen, aber leider hatten sie einen anderen Plan :-) und fielen mir immer mehr und mehr aus.

Eigentlich hatte ich mit der ganzen Salon-Planung schon genug im Kopf und musste mich dann auch noch mit den Haaren gedanklich auseinandersetzen.

Da ich das Problem schon mal einige Jahre zuvor hatte und ich mich deswegen auf keinen Fall wieder verstecken wollte, entschloss ich mich meine Haare komplett abzurasieren und dies mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Die Jahre zuvor, verlor ich meine Haare fast komplett und versteckte mich deswegen. Das wollte ich kein zweites mal durchmachen.

Obwohl ich eine starke innerliche Angst vor dem hatte was andere über mich sagen würden und wie die Umwelt auf mich reagieren würde, postete ich das ganze in meiner Instagram Story.

Meine Angst war völlig unbegründet, denn ich bekam so viele private Nachrichten wie noch nie zuvor.

Ich habe es selbst kaum glauben können, war völlig überwältigt und bin es heute noch.

Nach dem die Haare ab waren, war es als würde eine riesen Last von mir abfallen und als könnte ich endlich wieder atmen.

Natürlich empfand ich mich optisch als ein komplett anderer Mensch, aber ich war immer noch die Selbe wie vorher. Das musste ich mir jedoch das Eine oder Andere mal selbst ins Gedächtnis holen..

Nicht lange drauf machte ich das erste Bild ohne Haare.

Der Zuspruch, die lieben und vielen positiven Worte, gaben mir das letzte bisschen Kraft, die ich alleine vielleicht nicht hätte aufbringen können.

 

 

Ich bin während der Zeit oft blöd angestarrt worden und fühlte mich anfangs immer mal wieder sehr unwohl.

Doch anstatt mich vor den Spiegel zu setzten und stundenlang zu heulen, sah ich mich an und sagte mir, dass ich schön bin.

Auch wenn mein äußeres Erscheinungsbild sich verändert hatte, war mein Ich immer noch das Selbe.

 

 

Ich habe schon immer mit Looks und Styles experimentiert und mich nie richtig festlegen können.

Im Jahr 2017 habe ich so viele neue Looks ausprobiert und kreiert wie noch nie zuvor. Und obwohl es immer andere Looks waren und ich immer komplett anders aussah, habe ich so sehr zu mir gefunden, wie noch nie zuvor.

Ich mag mich. Und vor allem im letzten Jahr habe ich für mich gelernt, dass egal welchen Look ich trage und egal wie ich aussehe, dass ich die Person hinter all dem bin und viel mehr in mir lebt als ich glaubte.

 

 

Einige mit denen ich gesprochen habe, sagten mir, 2017 wäre eines der schlimmsten Jahre überhaupt gewesen.

Das kann ich von meinem Jahr 2017 nicht behaupten. Es war nicht überschwänglich ereignisreich, aber ich habe mir meine Wünsche erfüllt, die ich in diesem Jahr ausbauen kann.

Ich habe mein Studio eröffnet und diesen Blog angefangen zu schreiben.

Diese zwei Wünsche hatte ich und habe sie in die Tat umgesetzt. Daher kann ich nicht sagen, dass es ein schlechtes Jahr war.

 

Was ich allerdings zugeben muss ist, dass mich das Jahr viel Energie gekostet hat und ich meine Höhen und Tiefen hatte.

Wenn es auch das Ein oder Andere mal mehr Tiefpunkte gab, habe ich dennoch das Beste daraus gemacht und mich nicht davon unterkriegen lassen, denn es wird auch in der Zukunft immer wieder negative Momente oder Ereignisse geben.....aber am Ende.. ist es das was uns ausmacht und uns in unserem Denken und unserem Ich wachsen lässt.

 

 

 

Aber neben all dem, war das Schönste im Jahr 2017 zu wissen, dass ich die richtigen Menschen um mich habe, denen ich vertraue und auf die ich mich verlassen kann.

Außerdem bin ich sehr froh über die ganzen lieben Mails, Kommentare und Zuschriften von euch. Ich freue mich so sehr darüber, dass euch meine Postings erreichen und inspirieren.

 

Ich wünsche euch allen ein wunderbares Jahr 2018!

                                                         

XoXo Naila

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