Azores - Die unbekannte Schönheit im Nordatlantik

Die immergrüne Inselgruppe mitten im Atlantik bietet viele Entdeckungen und eine spektakuläre Ursprünglichkeit.

Die beliebteste Reisezeit für die Azoren sind die Monate Juni - September.

Dann steigen die Temperaturen auf bis zu 25 Grad und es regnet nur noch ganz wenig.


Auf der grünen Insel São Miguel befindet sich eine vielfältige Vegetation, sowie Aktive Vulkane und dampfende heiße Quellen.


Paradiesische Landschaften, die in ihrer Vielfalt kaum zu übertreffen sind.


Das Azoren-Archipel liegt mitten im Atlantischen Ozean.

Insgesamt gibt es Neun Inseln zu entdecken, die alle ihren eigenen Charme und ihre Besonderheiten besitzen. São Miguel ist die größte Insel der Azoren und wird auch "die grüne Insel genannt", da große Teile der Insel mit saftig grünen Wiesen und Wäldern bedeckt ist.

Auf die Insel São Miguel gelangst du von Frankfurt nach Ponta Delgada, der Hauptstadt von São Miguel, per Direktflug innerhalb von 5 Stunden.

Ganzjährig gehen von vielen deutschen Städten Flüge mit der portugiesischen Airline TAP auf die Azoren.



São Miguel - ein Traum für alle Wanderliebhaber.

Als wir durch Zufall auf die Inselgruppe der Azoren irgendwo im nirgendwo zwischen Europa und Amerika stießen, waren wir direkt hin und weg.




Auf São Miguel angekommen, stiegen wir in den Mietwagen und fuhren zum Hotel.


Schon auf dem Weg zum Hotel bekamen wir einen ersten Eindruck der Insel, der uns staunen ließ.


Es war etwas frischer als erwartet, aber unsere Augen staunten bei all diesem satten Grün.


Unser Hotel lag direkt an der Küste, wo das Wasser des wilden Atlantiks die Felsen schlug.


Obwohl unser Flug sehr anstrengend war und wir insgesamt 9 Stunden unterwegs waren, ließ uns die Neugierde die Insel zu erkunden keine Ruhe und so machten wir uns auf den Weg.


Dank der Comoot-App (eine App für Weltweite Wanderungen) mussten wir nicht lange nach einer kleinen Wanderung in der Nähe unseren Hotels suchen.




Schwefelgeruch im Paradies


Am Start unserer Wanderung angekommen, konnten wir dem schwefeligen Geruch in der Luft nicht entkommen.


Die Bewohner der Insel machten sich das Naturspektakel zunutze und kochten in der heißen Erde ihr berühmtes Nationalgericht Cozido.

Es war total spannend zu sehen, wie es blubberte und dampfte.


Nach einer Weile des Staunens führten wie unsere Wanderung fort und staunten erneut über die unglaubliche Schönheit dieser Insel.

Die Fauna und Flora war atemberaubend.

Von überall hatten wir einen Wahnsinnsblick auf den Atlantik.



Die Luft war feucht, es stand Nebel in der Luft da es kurz zuvor geregnet hatte.

Und obwohl ich gar kein Regen oder Kälte Typ bin, hatte genau dieses Klima einen ganz bestimmtes Reiz.



Wir hatten Beide das Gefühl von Ruhe in uns und konzentrierten uns nur auf die Stille und die Natur.


Überall um uns herum knisterte es im Gras und in den Wäldern.


Schmetterlinge rauschten an uns vorbei und saßen überall in den Blumen.




Die Azoren sind mit Ihrer Flora und Fauna ein Naturparadies, da sie, ähnlich wie Hawaii, lange Zeit isoliert waren und daher eine einzigartige Tier- und Naturwelt entstehen konnte.





Es gibt weitaus weniger Arten als auf dem Festland, aber es gibt auf den Azoren einige Tiere und Pflanzen die man nur auf den Azoren finden kann.



Unsere erste Wanderung war ein voller Erfolg und wir konnten die nächsten auf uns kommenden Tage gar nicht abwarten.









In den kommenden Tagen folgte ein Highlight nach dem anderen.

Trotz wechselhaftem Wetter, war jede Wanderung, jede Aussicht ein spektakuläres Abenteuer.
















Selbst Straßen und Gassen luden zu einem Stopp und ein kurzes Foto ein.


Überall an den Straßenrändern standen riesige Hortensienbüsche.





Auf unserem Weg zum Pico do Ferro zog es sich zu und es fing an zu regnen.

Leicht enttäuscht fuhren wir unseren Weg fort und hofften, dass sich die Wolken auflösen und weiterziehen.





Oben angekommen stiegen wir frustriert aus unserem Auto.


Es war windig, nass und kalt, doch als wir die Klippe runterschauten war all das vergessen.

Die Aussicht ließ uns alles drum herum vergessen.

Einen Augenblick lang standen wir einfach nur da und lauschten der Ruhe.



Egal wo wir entlang fuhren oder wanderten, die Augen hatten keine Zeit zu pausieren.


Auf unserem Weg nach Monte Palace, ein ehemaliges 5 Sterne Hotel, war weit und breit niemand zu sehen, außer Tier und Natur.




Am größten Kratersee der Azoren angekommen - Lagoa das Sete, fuhren wir bis ganz nach oben auf den Berg.

Dort wo damals ein exklusives 5 Sterne Hotel seine Toren öffnete, steht heutzutage nur noch ein heruntergekommenes altes Gemäuer.



Willkommen im Monte Palace

Hier waren damals 88 Zimmer, zwei Restaurants, Disco, Bar, Frisör, Konferenzräume und eine Bank drinnen gewesen.

Die Zimmer waren mit Balkonen in Richtung Lagoa das Sete ausgestattet.

Die Zimmer waren für den damaligen Standard höchst exklusiv eingerichtet.


Dieses Hotel öffnetet im April 1989 und schloss schon im darauffolgenden Jahr November 1990 seine Türen.

Dies lag voraussichtlich Wetterbedingungen die dort oben am Vista do Rei herrschen.

Die meiste Zeit liegen die Berge am Vista do Rei im dichten Nebel, der durch 200 Regentage abgerundet wird.


Die folgenden 20 Jahre wurde das Gebäude von einem Sicherheitswachmann bewacht, mit der Hoffnung einen neuen Käufer zu finden und das Hotel inkl. Einrichtung zu verkaufen.


Erst als 2010 der Wachmann das Hotel verließ und das Gebäude nicht mehr bewacht wurde, kamen Einheimische und plünderten das Hotel nach und nach aus.


Heute steht das Hotel leer und ist zu einer heruntergekommenen Ruine geworden und dennoch lohnt sich ein Blick hinein.



(Das ist der Ausblick von einem der Hotel-Balkone auf den Sete Cicades)


Nach unserer kleinen Hotel Adventure Tour, wanderten wir hoch hinaus auf den höchsten Aussichtspunkt des Sete Cidades.


Die Aussicht, die Farben, diese Stille war der Wahnsinn.


Wenn man bereit ist die Schönheit der Natur zu erkennen, sieht man erst einmal, wie perfekt die Welt ist auf der wir leben.





Weiter ging es an den Ort der Stille, fernab von jeglichem Getümmel.



Furnas See,


zwischen Bambus- und Ahornbäumen.

Dies ist definitiv ein Ort um einfach mal das Handy beiseite zu legen und sich treiben zu lassen.













Nach kurzer Erholung und Ruhe machten wir uns auf zur nächsten Wanderung.

Zunächst starteten wir mit dem Blick von oben auf den Kratersee Miradouro do Pico do Ferro.

Anschließend machten wir uns auf den Weg ins Tal.












Im Tal besuchten wir die Hotsprings Furnas.

(Es war interessant es mal gesehen zu haben, wir würden es allerdings nicht nochmal machen)











Auf unserer Rundreise mit dem Mietwagen hatten wir einen Stopp am Parque Natural da Ribeira dos Caldeirioes und diesen mit einer Wanderung verbunden.


Der Park war sehr gepflegt und wunderschön angelegt.







Von diesem Park aus lassen sich viele schöne Wanderwege, Wasserfälle und atemberaubende Aussichten genießen.






Die Temperaturen stiegen auf 28 Grad und so machten wir uns auf die Suche nach einer kleinen ruhigen Bucht.


Durch Zufall entdeckten wir den Strand Praia da Viola


Unsere Beine waren nach dem ganzen Wandern schon etwas schwer geworden und so gönnten wir uns mal ein paar Stunden Strand und Sonne.


Unter unseren Füßen glänzte der schwarze Sand, während das Meer himmlisch Blau glitzerte.

Die Sonne wärmte unsere Haut während wir uns das erste Mal auf São Miguel sonnten.






Auch wenn São Miguel schöne Buchten und Strände hat, würde ich diese Insel eher Wander- und Naturliebhabern empfehlen.

Ein weiteres Mal fuhren wir nach Furnas, da es in diesem Tal so viel zu entdecken gab.


Parque Terra Nostra


Wir wählten den Park, da dieser zu einem der schönsten Parks der Welt zählt.

Anfangs war ich mir unsicher, ob es auf dieser wunderschönen Insel noch etwas Schöneres zu entdecken gäbe, doch dieser Park konnte mich tatsächlich davon überzeugen.

Das besondere Klima der Insel sorgt für eine Vielfalt an bunten Pflanzenmischungen und macht die 12,5 Hektar große Parkanlage einzigartig.












Neben dem Wandern gab es zwei Thermalquellen, in dem 38 Grad warmes, eisenhaltiges Wasser zur freien Benutzung nach Zeit waren.


Das beste Badeerlebnis das ich jemals hatte!

Und weil uns Beiden das Baden im Thermalwasser so gut getan hatte, gönnten wir uns das ganze nochmal im Poca da Dona Beija.


Hier verbrachten wir trotz Regen 2 Stunden und ließen es uns gut gehen.


Der Geruch war gewöhnungsbedürftig, die Entspannung dafür umso größer.





Wir haben in 11 Tagen die Insel gefühlt in all Ihrer Pracht kennenlernen dürfen und doch sind wir die Insel nicht satt.

Es war mit Abstand einer meiner und einer unserer gemeinsamen schönsten Urlaube die ich/wir bisher hatten.


Ich kann diese Insel nur jedem Wander- und Naturliebhaber ans Herz legen.


Ich habe schon einige Länder und Orte auf dieser Erde entdecken dürfen und ich finde, dass die Azoren in Punkto Fauna und Flora bei weitem meine bisherig gesehenen Ziele übertreffen.

Wir werden in den nächsten Jahren sicher das ein oder andere Mal die anderen Inseln der Azoren Inselgruppe bereisen und erkunden.




 


Vielen Dank fürs Lesen.

Ich hoffe es hat euch gefallen!


Und wenn Ihr noch nie von den Azoren gehört habt oder was über den Post sagen wollt, freue ich mich über euren Kommentar unter dem Post.