Alleine in den Urlaub? ja oder nein?!

October 18, 2018

Die letzten Monate waren vollgepackt mit langen und Intensiven Tagen,  daher brauchte ich Urlaub.

Vor Antritt der meiner Reise, stellten sich mir einige Schwierigkeiten und Veränderungen meiner eigentlich geplanten Reise in den Weg.

Hinsichtlich des Reiseziels war ich komplett offen, es sollte lediglich noch warm sein.

Ich nahm mir Urlaub in meinem Studio und fing an die Reise zu planen, leider anders als erwartet - ALLEIN.

Zu beginn gefiel mir der Gedanke alleine zu verreisen gar nicht, aber ... ich war ziemlich ausgelaugt, müde und ziemlich Urlaubsreif.

Da ich mir sehr unsicher war, ob mir das allein Reisen gefallen wird. buchte ich nur ein Hinflug Ticket.

Somit hatte ich die Möglichkeit, jederzeit zurück Nachhause fliegen zu können.

Je mehr ich mich mit dem Thema allein reisen beschäftigte,je mehr gefiel mir der Gedanke.

Doch kurz vor der Reise, um genau zu sein, einen Tag vorher, war ich mir dann doch nicht mehr so ganz sicher und bekam etwas Panik.

Hätte ich nicht schon meinen Flug gebucht und die ersten beiden Nächte bezahlt, wäre ich wahrscheinlich nicht geflogen.

 

Angekommen am Flughafen war ich hin und her gerissen und mir meiner Entscheidung ziemlich unsicher, aber da musste ich durch.

In Griechenland gelandet, war ich komplett auf mich gestellt.

Da ich ein Typ bin, der gerne die Dinge selbst in die Hand nimmt, war das erstmal kein Problem für mich.

Doch in meinem Kopf spuckten einige Gedanken und Fragen.

Was mache ich mit meiner Zeit? Wie werde ich die Tage gestalten? Wird alles reibungslos klappen?

 

Nach langen Wartezeiten an den Bushaltestellen und vielen Kilometern zu Fuß mit meinem 20 Kg Koffer, war ich froh als ich endlich an meinem Apartment angekommen war und endlich unter die Dusche springen zu können.

 

 

 

Das Apartment lag auf einem Berg mit Blick aufs Meer.

Das Zimmer war sauber, mit einer kleinen Küche ausgestattet und für mich ein wichtiger Aspekt, das Zimmer hatte einen Balkon mit Blick aufs Meer.

Schon nach den ersten Moment in Diesem Apartment, fühlte ich mich richtig gut und war froh geflogen zu sein.

 

Meine Tage gestalteten sich wie ich es wollte.

Ich hatte mir vor der Reise vorgenommen, einige meiner Ängste anzugehen und mich Dinge zu trauen, die ich sonst nicht machen würde.

 

Um meinen Kopf frei zu bekommen und die Zeit so richtig genießen zu können, wanderte ich viele Kilometer.

Allein zu wandern mit niemandem reden zu müssen ( auch wenn ich das sonst gerne mache ) die Zeit, die Natur ohne Ablenkung genießen zu können, war etwas wunderschönes und unbezahlbares.

 

 

 

 

Es war schön einfach mal nichts zu Posten und sich abhängig von irgendwelchen Zeiten zu machen.

Außerdem habe ich es genossen, mich nicht zu schminken, meine Haare nicht machen zu müssen und einfach nur Sneakers und Shorts zu tragen.

Hätte ich vorab gewusst, dass ich so wenig Kleidung und Produkte brauche, wäre ich mit dem Rucksack gereist,

Im Nachhinein wäre es schlauer gewesen, einen Rucksack mit ein paar Shorts,Tops und Bikinis zu packen und einfach drauf los zu laufen.

 

Am 2 Tagen wurde eine meiner ersten Ängste gleich herausgefordert, in dem ich am Abend auf dem Rückweg zum Apartment war und der Strom auf dem Kompletten Teil der Insel ausfiel.

Wie sicherlich der ein oder andere weis, habe ich Angst vor der Dunkelheit.

Und mit ganz bestimmter Sicherheit wäre ich in einer anderen Situation, bei der ich nicht alleine gewesen wäre, Ängstlich gewesen und hätte Zuspruch von meinem gegenüber erwartet.

Denn ohne es zu merken, verlassen wir uns gerne auf unseren gegenüber bzw, hören gerne unbewussten Zuspruch.

In dieser Situation aber, war ich allein und konnte mich nur auf mich berufen und das war genau das Richtige.

Ich hatte Angst, aber deutlich weniger wie sonst, denn ich habe mir immer wieder gesagt... " das schaffst du, es kann nichts passieren und wenn doch, kann ich es nicht beeinflussen"

Oft ist es so, dass die Ängste die wir haben im Alter immer stärker und ausgeprägter werden, aber das nur weil wir es zu lassen.

Ich wollte keine Angst mehr haben und der Urlaub war dafür die perfekte Möglichkeit, die Dinge in

Angriff zu nehmen.

 

 

 

 

 

Vor meiner Reise habe ich einige Blogposting´s über allein reisende Frauen gelesen um einen Eindruck davon zu bekommen, was andere Frauen darüber berichten und wie sie sich gefühlt haben.

Viele berichteten, dass es das schlimmste wäre, alleine zu essen und die Eindrücke nicht teilen zu können.

Ich muss sagen, dass mir das allein essen überhaupt keine Probleme bereitet hat oder ich es traurig fand, alleine zu essen.

 

Ich habe mir jeden morgen ein Frühstück zubereitet und dieses entspannt auf dem Balkon gegessen.

Ich konnte das Essen und die Ruhe genießen ohne Stress und Zeitdruck, denn wenn man mit jemandem reist, hat mein meist schon den Tag vollgepackt mit Planungen, dass man sein Frühstück nicht so genießen kann ... wie ich es jetzt allein konnte.

Traurig über die allein gesammelten Eindrücke war ich nur kurzweilig, denn im Zeitalters des Handys und Internet, bietet sich die Möglichkeit seine Eindrücke durch die Sozialen Medien mit anderen zu teilen.

Selbstverständlich ist es nicht das selbe, dennoch hilft es einem nicht zu denken, durchweg allein zu sein.

 

Um etwas mehr von der Insel zu sehen und verschiedene Eindrücke zu bekommen, wechselte ich meine Unterkünfte nach 2 Nächten und reiste zu einem anderen Teil der Insel.

 

 

 

 

Ohne es zu wissen suchte ich mir die schönsten Ecken der Insel aus ( was ich im nachhinein durch Google und Urlaubs-Blogs  feststellte)

Ich war mehr als begeistert von der Schönheit dieser Insel.

Überall sah man Olivenbäume, Granatäpfelbäume, Zitrusbäume sowie viel Grünfläche.

Selten habe ich so eine schöne Insel gesehen.

 

Durch das Insel-Hopping habe ich immer wieder neue Einblicke, ruhige Ecken und wunderschöne Orte gesehen.

Sollte es an einem Tag ruhig und entspannt sein, hieß es am nächsten Tag durch die Altstadt in Korfu spazieren zu gehen.

Durch die kleinen Gassen gelaufen, mit Kaffee in der Hand bei 33 Grad fühlte ich mich einfach frei und dankbar für die ganzen tollen Eindrücke.

 

Um nicht nur den ganzen Urlaub zu laufen und dutzende Kilometer hinter mir zu lassen, wollte ich ein paar Stunden am Wasser verbringen.

Allerdings hatte ich schon nach einer kurzen weile keine Lust mehr auf das rumliegen in der Sonne und machte mich mit meinem Rucksack auf dem Weg, in der Hoffnung ein schönes neues Plätzchen entdecken zu können.

 

Ich hatte Glück, vor mir lag ein menschenleerer Strand, der ganz allein für mich reserviert war :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Kurzen und Ganzen kann ich nur sagen, dass es die beste Entscheidung war, die ich treffen konnte.

Ich hatte Zeit mich nur auf mich zu konzentrieren, die Zeit und all die Eindrücke intensiv auf mich wirken zu lassen.

Jeder der mal mit dem Gedanken spielt, aber Angst davor hat es wirklich durch zuziehen, sollte sich allen Mut zusammen nehmen und es einfach mal ausprobieren und selbst wenn es erstmal nur 4 Tage sind.

 

Ich werde es auf alle Fälle wieder machen und dann nur mit einem Rucksack bepackt und auf gehts.

 

 

Ich hoffe euch hat der Blogpost gefallen 

 

XoXo Naila

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