Sechs Wochen unterwegs: So packe ich unser Wohnmobil
- vor 6 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Wie ich das Wohnmobil One Way packe
Heute ist Packtag. Das heißt, ich packe und befülle das Wohnmobil, um es für die sechs Wochen Urlaub vorzubereiten. Das Auto steht vor der Tür und für mich beginnt jetzt genau dieser Teil der Reise.
Vielleicht packst du gerade selbst deinen Camper oder planst deine nächste Reise. Dann nehme ich dich heute einfach Schritt für Schritt mit.
Ich zeige dir heute Schritt für Schritt, wie ich mein Wohnmobil packe und welche Camper Packliste sich bei langen Reisen wirklich bewährt hat.
Was wird gebraucht. Was kommt zuerst rein. Was bekommt von Anfang an seinen festen Platz.
Ich packe nicht spontan und nicht kreuz und quer. Ich packe so, dass das Wohnmobil auch nach mehreren Wochen noch funktioniert.
Warum ich beim Wohnmobil Packen immer mit der Küche anfange
Ich starte fast immer mit der Küche. Für mich ist sie einer der wichtigsten Bereiche im Wohnmobil. Wenn die Küche steht, kann man unterwegs direkt loslegen und muss nicht improvisieren.
Camper Packliste Küche
Das habe ich in der Küche immer dabei:
Schneidebrett
Schneidemesser
Besteck und Geschirr
Dosenöffner
Flaschenöffner
Gläser
Tassen
je nach Stimmung auch Wein oder Sektgläser
Aufbewahrungsdosen in verschiedenen Größen
Spülmittel
Spüllappen
Spülschwamm
Küchentücher
Küchenrolle
eine Pfanne
zwei Töpfe in unterschiedlichen Größen
"Ich merke beim Packen sehr schnell, ob etwas später funktionieren wird oder nicht."
Meine Herzensempfehlung ist ganz klar der Omnia Camping Backofen. Für mich ersetzt er einen klassischen Backofen unterwegs komplett.
Zum Kaffee gehören bei mir entweder eine Cafetière oder eine kleine Kaffeemaschine. Einen Milchaufschäumer habe ich zusätzlich dabei. Der ist nicht zwingend nötig, aber mir gefällt der Milchschaum daraus einfach besser.
Je nach Lust packe ich auch ein kleines Handrührgerät oder einen kleinen Mixer ein. Gerade für Smoothies, Nüsse oder Pancakes finde ich das praktisch.
Natürlich dürfen Gewürze nicht fehlen. Salz, Zucker, meine wichtigsten Gewürze und Öl zum Kochen gehören fest dazu.
Für den Kühlschrank packe ich vorab ein paar Basics ein. Eine Packung Pasta, Mehl, ein paar Snacks und Knabbereien für unterwegs. Gerade auf der Fahrt ist es angenehm, etwas griffbereit zu haben.
Wichtig ist mir außerdem, dass trockene Lebensmittel ordentlich verstaut sind. Ich nutze dafür kleine Kistchen ohne Deckel, in die ich Pasta, Mehl oder Gewürze stelle. So fliegt während der Fahrt nichts kreuz und quer durch die Schränke.
Ein absoluter Küchentipp aus Erfahrung
Eine Sache, die ich beim ersten Camperurlaub komplett unterschätzt habe, ist eine Kiste für schmutziges Geschirr. Die kleine Spüle im Wohnmobil eignet sich nicht dafür, alles direkt zu spülen.
Ich habe deshalb immer eine Kiste dabei, in die schmutziges Geschirr kommt. Auf Stellplätzen oder Campingplätzen gibt es große Spülbecken, an denen man bequem abwaschen kann. Man nimmt die Kiste, geht hin, spült alles und bringt es wieder zurück. Glaub mir, ihr werdet mir dafür danken.
One Way packen, nicht aus Prinzip, sondern aus Erfahrung
Ich packe das Wohnmobil One Way. Das heißt, ich räume alles von Anfang an so ein, dass ich unterwegs nicht ständig neu sortieren muss. Die Reise geht in eine Richtung und genauso denke ich auch beim Packen.
Dinge bekommen ihren Platz und bleiben dort. Ich packe nicht für den ersten Tag, sondern für den Alltag.
Das Badezimmer nicht vergessen
Nach der Küche kommt bei mir direkt das Badezimmer. Auch hier ist es wichtig, vorher gut nachzudenken.
Meine Bad Packliste sieht meist so aus:
Toilettenpapier, lieber ein paar Rollen mehr
Feuchttücher
Zahnbürste
Zahnpasta
Kosmetikprodukte
Duschgel
Haarprodukte
ausreichend Handtücher
"Gerade im Bad fällt es mir sofort auf, wenn etwas fehlt."
Ich übertreibe es bewusst nicht mit Handtüchern, weil alles Gewicht ist. Wir haben pro Person meist zwei große Handtücher, zwei kleine und ein kleines Handtuch für die Hände. Die werden zwischendurch gewaschen und das reicht völlig aus.
Gerade bei Pflegeprodukten ist mir wichtig, alles von Anfang an dabei zu haben. Im Ausland bekommt man oft nicht exakt die gleichen Produkte.
Kleidung clever packen im Wohnmobil
Kleidung packe ich nicht nach Outfits, sondern nach Alltag. Je nach Wohnmobil nutze ich die Möglichkeit, Kleidung aufzuhängen. Dort hängen meist Teile, die ich nicht täglich trage.
In den Regalen sortiere ich nach Kategorien. Schlafsachen, Sportsachen, Alltagssachen. So weiß ich sofort, wo ich hingreifen muss.
"Je weniger ich umräumen muss, desto ruhiger bleibt der Alltag."
Schuhe nehme ich bewusst reduziert mit. Alles, was nicht täglich gebraucht wird, kommt ins Heck oder in den Gepäckraum. Das gilt auch für Kleidung oder Dinge, die man nur gelegentlich nutzt. Diese landen in Kisten im Heck, statt wertvollen Wohnraum zu blockieren.
Praktische Helfer im Wohnmobil Alltag
Ein paar Dinge haben sich für mich über die Jahre als extrem praktisch erwiesen:
ein kleiner Handstaubsauger
Kehrblech und Kehrbesen
ein Putzlappen für den Boden
"Das sind Kleinigkeiten, die im Alltag einen großen Unterschied machen."
Man läuft ständig rein und raus und trägt automatisch Dreck mit rein. Zwischendurch kurz sauber machen hilft enorm.
Ich empfehle außerdem, eine Ersatzgasflasche dabei zu haben. Gerade wenn man autark steht oder nicht direkt eine kaufen kann, ist das Gold wert.
Kleine Dinge für Gemütlichkeit
Ich habe immer eine Überwurfdecke fürs Bett und zwei Dekokissen dabei. Das macht das Wohnmobil sofort gemütlicher.
Kerzen oder LED Lampen gehören ebenfalls dazu. Ein größerer Fußabtreter Teppich ist für mich inzwischen unverzichtbar. Gerade bei Regen oder matschigem Boden bleibt so der Dreck draußen.
Wenn man länger an einem Ort bleibt, ist auch eine Hängematte eine schöne Ergänzung. Man kann es sich draußen richtig gemütlich machen.
Minimalistisch, aber ohne Verzicht
Beim Packen versuche ich, so viel wie nötig und so wenig wie möglich mitzunehmen. Alles hat Gewicht und verbraucht Sprit. Trotzdem mache ich keine Abstriche bei Dingen, die mir wichtig sind. Die Kaffeemaschine gehört dazu. Punkt.
One Way packen heißt für mich nicht, alles zu reduzieren, sondern bewusst zu entscheiden, was wirklich mit soll.
Unter diesem Link findest du meine kostenfreie Camper Packliste als PDF zum Download. Sie hilft dir dabei, den Überblick zu behalten und nichts Wichtiges zu vergessen.
Wenn du dein Wohnmobil zum ersten Mal packst, hilft dir eine feste Struktur enorm. Genau deshalb packe ich seit Jahren nach dem One Way Prinzip.
Das Packen ist für mich der letzte ruhige Moment, bevor die Reise beginnt. Morgen geht es los.
In den nächsten Wochen werde ich hier regelmäßig Einblicke von unterwegs teilen, Eindrücke festhalten, Fotos zeigen und Erfahrungen sammeln.
Es wird um den Camperalltag gehen, um Entscheidungen unterwegs, um Orte, die bleiben, und um alles, was sich auf dieser Reise entwickelt.



Kommentare